Les Veilleuses
Compagnie What’s Up
Im Französischen bezeichnet veilleuse ein kleines Nachtlicht, das die Angst vor der Dunkelheit vertreibt. Dasselbe Wort meint aber auch jene, die außerhalb jedes beruflichen Rahmens für einen nahestehenden, auf sie angewiesenen Menschen wachen.
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In einem Wohnhaus bleiben drei Fenster Nacht für Nacht erleuchtet. Hinter ihnen sucht Mina ihren Vater, der sich immer wieder verirrt, Lou bereitet das Essen für ihre Mutter zu, und Yvan ist an der Seite seines Partners, der sich dem Ende seines Lebens nähert. Mit den Jahreszeiten streifen sich ihre Alltage in den Fluren, im Aufzug, in der Waschküche oder auf dem Dach und fügen sich zu einer vielstimmigen Erzählung, die fast ohne Worte auskommt.
Nach Is there life on Mars? verlässt Héloïse Meire die dokumentarische Form zugunsten einer Fiktion, die aus Workshops mit pflegenden Angehörigen hervorgegangen ist. Hinter ausdrucksstarken Ganzmasken erwecken fünf Schauspieler:innen rund zehn Figuren zum Leben – in einer Bildsprache, in der sich die Gesten der Fürsorge in ihrer ganzen Menschlichkeit entfalten. Ohne große Reden zeigt dieses Stück mit Anklängen an eine Graphic Novel, was sich zwischen dem Menschen, der wacht, und dem, über den gewacht wird, abspielt: das Schweigen, die Tabus, die Bindungen, die sich manchmal erschöpfen – und vor allem jene, die verwandeln.
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Aufführung mit wenig Text, zugänglich für ein nicht französischsprachiges, gehörloses oder schwerhöriges Publikum. In Zusammenarbeit mit dem Dienst Aidant beraten wir pflegende Angehörige, denen es schwerfallen könnte, ihren Besuch zu organisieren, und verweisen sie auf die Lösungen, die ihrer Situation am besten entsprechen. Für weitere Informationen können Sie sich gerne an uns wenden.