Burn Baby, Burn
Guillaume Côté
„Burn, baby, burn.“ 1976 brachte der Refrain der Trammps die Tanzflächen zum Glühen. Fünfzig Jahre später hört Guillaume Côté ihn anders..
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Auf einer Bühne, in tiefes Rot und dichten Nebel getaucht, stürmen neun Tänzer:innen – die Hände in scharlachroten Handschuhen – los, prallen aufeinander, geraten mitunter außer Atem, bevor sie erst recht wieder ansetzen, in einer Bewegung, die immer weiter ausgreift. Aus den Linien des klassischen Balletts entwickelt der kanadische Choreograf einen athletischen Tanz, in dem sich die Feinheit der Geste an ungezähmtem Überschwang reibt – eine Handschrift, die bereits das 2024 gezeigte X (Dix) prägte. Zwischen Eruptionen, Schwebemomenten und jähen Beschleunigungen bringt Burn Baby, Burn die festliche Energie des Disco-Slogans zum Flackern – bis die Dringlichkeit einer Welt durchscheint, die leise vor sich hin schwelt.