Wann? Freitag 13.02.202610:00 - 18:00 Uhr

Igshaan Adams: Between Then and Now

Wo? 3, Park Dräi Eechelen, L-1499 Luxembourg Kunst, Kultur & Literatur

Igshaan Adams: Between Then and Now

Igshaan Adams (1982, Kapstadt) erschafft vielschichtige Kompositionen, die die Grenzen zwischen Textilkunst, Skulptur und Performance verschwimmen lassen. Dank der handgeflochtenen Körbe, die seine Familie in seiner Kindheit sammelte, interessierte sich Adams schon früh für das Weben. Da er sich aber zunächst als Maler verstand, entwickelte sich seine künstlerische Praxis über einen zutiefst intuitiven Zugang zum Stoff: „Ich bin einer Webausbildung ganz bewusst aus dem Weg gegangen, um nicht zu genau Bescheid zu wissen, damit ich eben ausgehend von diesem Nichtwissen arbeiten kann.“


Durch Adams’ stets kollaborative Praxis fließen persönliche Erinnerungen, Spiritualität und gemeinsame Geschichten in seine Arbeiten ein, und aus den allzu leicht übersehenen Dingen und Materialien des alltäglichen Lebens in Kapstadt erwachsen eindrucksvolle Reflexionen über Identität, Wert und Zugehörigkeit.


Die Ausstellung Igshaan Adams: Between Then and Now versteht sich als dicht umwobener Zeitstrahl der Arbeit des Künstlers, durchwirkt von den Spuren der Geschichte und den Echos seiner Vergangenheit. Aufgewachsen in Bonteheuwel, einer von der Segregation der Zeit der Apartheid geprägten Vorort, musste sich Adams schon früh innerhalb der Spannungen einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft zurechtfinden – es war ein Großwerden am Schnittpunkt verschiedener Identitäten, die miteinander in Konflikt standen. Seine Praxis, die immer wieder die spirituellen Dimensionen der Heilung und der Transformation erforscht, steht noch heute unter dem Einfluss dieser Erfahrungen.

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Die Ausstellung beginnt mit einer raumgreifenden Installation aus Textilproben, die die Besucher:innen dazu einlädt, das Material zu berühren und auf diesem Wege in Adams’ Atelierumgebung einzutauchen. Dessen charakteristische Wandteppiche und „Wolken“-Skulpturen werden hier zusammen mit seinen Tanzabdrücken präsentiert, die erstmals in Form einer groß angelegten Installation zu sehen sind – gemeinsam bilden die Werke eine stille Choreographie, in der Bewegung zu einer Sprache der Befreiung wird.


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Biografie

Die Praxis von Igshaan Adams (1982, Kapstadt) vereint Performance, Weberei, Skulptur und Installation. Geboren in Bonteheuwel, einem Vorort von Kapstadt in Südafrika, greift Adams auf seinen Hintergrund zurück, um ethnische, sexuelle und religiöse Grenzen herauszufordern. Diese intersektionale Topografie bleibt in seinem gesamten Werk sichtbar und dient als Palimpsest, auf dem Spuren persönlicher Geschichten eingeschrieben und neu eingeschrieben werden. Adams nähert sich Materialität durch seine eigene Subjektivität. Häufig werden kulturelle und religiöse Referenzen mit Materialien verbunden, die sein Leben seit jeher begleiten. Sein Interesse an Materialität bewegt sich zwischen einem intuitiven Umgang mit unterschiedlichen Substanzen und einer formalen Untersuchung darüber, wie verschiedene Materialien in unterschiedlichen Kontexten agieren und wie sie sich verwandeln oder weiterentwickeln.

Adams hat international zahlreiche Einzelausstellungen präsentiert, darunter im ARoS Aarhus Art Museum, Aarhus (2025); The Hepworth Wakefield, Wakefield (2024); The Institute of Contemporary Art Boston, Boston (2024); Thomas Dane Gallery, London (2023); The Art Institute of Chicago, Chicago (2022); Kunsthalle Zürich, Zürich (2022); Hayward Gallery, London (2021); und The Iziko South African National Gallery, Kapstadt (2018). Er hat an zahlreichen Gruppenausstellungen und Biennalen teilgenommen, darunter der Bukhara Biennale, Usbekistan (2025); Space of Togetherness, NEON, National Theatre of Greece Drama School, Athen (2024); das Barbican Centre, London (2024); die 35. Biennale von São Paulo (2023); die Islamische Kunstbiennale, Dschidda (2023); die 59. Internationale Kunstausstellung der Biennale di Venezia (2022); die 23. Triennale di Milano (2021); das Kunsthaus Baselland, Basel (2021); sowie das Pérez Art Museum Miami (2020), unter vielen anderen.

Seine Arbeiten befinden sich in den Sammlungen des Solomon R. Guggenheim Museum, New York; Speed Art Museum, Louisville; Tate, London; The Hepworth Wakefield; Art Gallery of New South Wales, Sydney; ARoS Aarhus Kunstmuseum; Moderna Museet, Stockholm; Stedelijk Museum, Amsterdam; Art Institute of Chicago; Baltimore Museum of Art; The Block Museum of Art, Northwestern University, Evanston; Inhotim Museum, Brumadinho, Brasilien; Iziko South African National Gallery, Kapstadt; Minneapolis Institute of Art; Standard Bank Collection, Johannesburg; sowie der University of Cape Town. Im Jahr 2018 erhielt er den Standard Bank Young Artist Award für Bildende Kunst. Igshaan Adams lebt und arbeitet in Kapstadt.

©Portrait of Igshaan Adams. Photo: Mario Todeschini
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Veranstaltungsort

Adresse: Mudam Luxembourg – Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean
3, Park Dräi Eechelen
L-1499 Luxembourg
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©Simon Fujiwara, ‘Who are the Two Natives Holding Coconuts?’, 2023. Courtesy of the artist. Photo: Ramiro Chaves

Lunchtime at Mudam

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©Entwurf für eine Vasenmalerei von Antoine Jans (1868-1933), Obermaler in der Steingutmanufaktur Villeroy & Boch Luxemburg, MNAHA Luxemburg 2022-213/001, © MNAHA, Tom Lucas

Vu Lilien a Linnen. Jugendstil, Handwierk a Konscht zu Lëtzebuerg

20.03.2026 - 18.10.2026
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©Photo: Marion Dessard © Mudam Luxembourg

Let’s draw a story!

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©Simon Fujiwara, ‘Once Upon a Who?’, 2021 (film still). Courtesy the artist and Esther Schipper, Berlin, Paris and Seoul © the artist

Zauberhafte Marionetten

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©Mamie et moi

Wednesday Night Fever avec Mamie et moi – Handgestrickt

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©echo.lu

Wer ein Leben rettet

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©Berthe Lutgen, ‘La Marche des femmes’, 2017-2019 (détail). Collection Mudam Luxembourg © Berthe Lutgen

Curator Tour

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©echo.lu

Screentime/s

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©CAL

CAL Frühjahrsausstellung 2026 "The Window"

Eröffnungsempfang, 6. März um 18 Uhr
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