Bernar Venet
Das Gleichgewicht der Unordnung
Vom 2. Oktober bis zum 21. November 2026 widmet Ceysson & Bénétière Wandhaff dem französischen Künstler Bernar Venet eine Ausstellung.
Nach seiner Übersiedlung nach New York im Jahr 1966 etablierte sich Bernar Venet als einer der Wegbereiter der Konzeptkunst. Indem er mathematische Diagramme, Gleichungen und wissenschaftliche Texte in die Kunst einführte, verwandelte er Wissenssysteme in eine visuelle Sprache und eröffnete damit einen Denkansatz, der sein Schaffen seither kontinuierlich prägt.
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Der Künstler legt den Gedanken nahe, dass Ordnung niemals unabhängig von den Kräften existieren kann, die sie ins Wanken bringen. In seinen Skulpturen gibt es einen einzigartigen Moment, in dem der Stahl zu zögern scheint: Nichts bewegt sich, und doch scheint alles vollkommen im Gleichgewicht. Linien entfalten sich, Bögen antworten einander und Massen erheben sich in stiller Spannung. Dieser Schwebezustand zwischen Stabilität und Unordnung steht im Mittelpunkt der von Ceysson & Bénétière in Wandhaff präsentierten Ausstellung.
Gleichgewicht der Unordnung vereint zwei Werkgruppen, deren Dialog beinahe selbstverständlich erscheint: die seit den 1980er-Jahren entwickelten Unbestimmten Linien. und die brandneuen Skulpturen der Reihe Vertikale Unordnung, die hier erstmals in einem ihrer ersten Ensembles präsentiert werden.