Nachdem wir uns den Bahnhof angesehen haben, spazieren wir weiter über die heutige Fahrradpiste, wo früher der Zug entlangfuhr. Der Weg führt an wunderschönen Wiesen vorbei, es duftet nach Sommer. Das Wasser in den kleinen Bächen entlang des Weges glitzert, Libellen fliegen darüber. Es ist ruhig, fast zu ruhig.
Plötzlich raschelt es im Gebüsch. Etwas Dunkles bewegt sich.
„Der Kropemann“, flüstert Emil.
Oma nickt. „Man sagt, er wohnt im Wasser und warnt Kinder, wenn sie zu nah ans Ufer gehen.“
Wir treten schnell einen Schritt zurück. Dann sehen wir, dass es zum Glück nur ein Ast war.
Wir lachen und Oma streicht Emil über den Kopf: „Wir besuchen bald das Kropemannsfest in Redingen, das ist ein tolles Straßenfest und du bekommst einen Eisenkuchen! Dann ist der Schrecken um den Kropemann schnell verflogen!“