Beauty Filter und Looksmaxxing
Schönheitsdruck und feministische Interventionen
Anmeldung: info@cid-fg.lu
.
Datum: 18.06.2026, Ort: CID Bibliothek, Uhrzeit: 18h00-20h00
Sprache: Luxemburgisch oder Deutsch (mit FR Übersetzung?)
.
Schönheitsdruck, soziale Medien und feministische Interventionen
Schönheitsideale und -praxen sind nicht neutral. Sie sind Ausdruck von Macht, Kontrolle und gesellschaftlichen Erwartungen und werden durch soziale Medien massiv verstärkt. Inszenierte Körper, „perfekte“ Weiblichkeit und klare Rollenbilder wirken nicht nur normierend, sondern disziplinierend: Sie schreiben vor, wie Körper auszusehen haben, wie sie sich bewegen und wie sie bewertet werden.
Schönheitsarbeit wird dabei zur stillen Pflicht für alle, jedoch nicht gleichermaßen für jeden. Sie bindet Zeit, Energie und Aufmerksamkeit und dient letztlich der Anpassung an bestehende Normen. Wie die Autorin Moshtari Hilal schreibt, ist das Konzept von „Schönheit“ dabei untrennbar mit seinem Gegenpol verbunden: In „Hässlichkeit“ steckt auch „Hass“ gegenüber all jener Körper, die nicht in dominante Ideale passen. Gleichzeitig beobachten wir, dass mit dem gesellschaftlichen Rechtsruck traditionelle Geschlechterbilder wieder stärker propagiert werden, etwa in Form von „Trad Wife“-Narrativen, hyperfemininen Idealen oder antifeministischen Diskursen, die sich gezielt über soziale Medien verbreiten. Der hiesige Schönheitsdruck ist also kein oberflächliches Randphänomen. Er ist eng verknüpft mit Fragen von Kontrolle, Anpassung und sozialer Ordnung.
Der Vortrag verbindet Praxiserfahrungen aus unseren Workshops zu „Schönheitsdruck und soziale Medien“ mit feministischen Analysen von Körper, Norm und gesellschaftlicher Einordnung. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wem nützen diese Ideale und was können wir ihnen wie entgegensetzen? Im Anschluss laden wir zu einem offenen Austausch ein. Ziel ist es, einen gemeinsamen Raum zu schaffen, um Erfahrungen zu teilen, Mechanismen zu verstehen und kollektive Gegenperspektiven zu entwickeln.
Die Veranstaltung findet am 18. Juni statt, kurz vor den Sommerferien, wenn Schönheitsdruck und Körpernormen besonders spürbar werden. Organisation: CID | Fraen an Gender & Ville de Luxembourg