Wann? Mittwoch 27.05.202618:00 - 19:30 Uhr

Traditionelle und Kritische Theorie

Wo? 5, av. Marie-Thérèse (CentreConvict: Entrée G, RDC), L-2132 LUXEMBOURG Andere, Schulungen/Konferenzen

Philo-Leseabend | Auszüge aus Horkheimers Aufsatz

Wissenschaft kann nie neutral sein. Sortieren wir die Welt oder wollen wir sie verändern?

Horkheimer schrieb diesen Text 1937 aus der Distanz zu einem Europa, das in den Faschismus stürzte. Für ihn war klar: Eine Wissenschaft, die sich nur als „wertfrei“ versteht, hat keine Abwehrkräfte gegen Ideologien.


Für ihn war die Frage nach der Aufgabe der Wissenschaft keine rein akademische Übung, sondern eine Überlebensfrage. Er wollte verstehen, wie eine hochzivilisierte Gesellschaft in die Barbarei abgleiten konnte – und warum die klassische Wissenschaft darauf keine Antwort hatte.


Er kritisiert in dem Text das Modell der Traditionellen Theorie, das seit Descartes und dem Positivismus herrschte: Der Forschende beobachtet die Welt wie ein Objekt unter dem Mikroskop – von „außen“. Diese Distanz ist aber eine Illusion. Reine Beschreibung dessen, was *ist*, bestätigt nur das Bestehende. Wenn Wissenschaft nur ein wertfreies und zweckrationales Werkzeug ist, kann sie von jedem System instrumentalisiert werden.

Die Kritische Theorie gilt als radikaler Gegenentwurf. These: Es gibt keine neutrale Beobachtung. Der Forschende ist immer auch Teil der Gesellschaft, die er untersucht. Wir müssen uns daher stets fragen, wem das Wissen dient, wessen Wahrnehmung das Wissen-Schaffen beeinflusst? Warum sind die Dinge so, wie sie sind? Könnten sie menschlicher, freier sein?


Es geht hier um Emanzipation: Theorie soll nicht nur die Welt erklären, sondern die Bedingungen schaffen, sie zum Besseren zu verändern. Das Denken hat eine Verantwortung.


Mit Nora Schleich (Philosophin & Leiterin der EwB).


---


Keine Vorkenntnisse nötig. Wir lesen gemeinsam aus Horkheimers Aufsatz.


---


Diese Veranstaltung kann auch als IFEN Weiterbildung anerkannt werden. Mehr erfahren…

.


---


Die Teilnahme ist GRATIS. Um eine Anmeldung wird gebeten (info@ewb.lu).

Mehr Informationen finden Sie hier.


---


Teil des Projektes „Digitale Dialektik. Soziophilosophische Diskussionen über unsere vernetzte Lebenswelt“. Unterstützt durch die Œuvre Nationale.

.


©echo.lu
Die nächsten Termine
Mittwoch 27.05.202618:00 - 19:30 Uhr

Veranstaltungsort

Adresse: ErwuesseBildung
5, av. Marie-Thérèse (CentreConvict: Entrée G, RDC)
L-2132 LUXEMBOURG
Auf Karte anzeigen
©Aline Mayrisch © Hofatelier Elvira, CNL L-037; III.6.1-60

Aline Mayrisch und die Frauen

Drei Kurzvorträge von drei Spezialistinnen
Mehr erfahren
©Books Beats Logo

Books & Beats

Books & Beats
Mehr erfahren
©echo.lu

Kamishibai im Park

Kamishibai im Park
Mehr erfahren
©20260126 Eiko Ojala 4 We shall go forward together Cover Diplomaatia Magazine

Eiko Ojala: Layers

Eiko Ojala: Layers
Mehr erfahren
©echo.lu

Lieshond

Liesen fërderen mat Hond
Mehr erfahren
©echo.lu

Liesmoien: Geschwësterchen

Ee Liesmoien mat Bicher, déi Kanner tëschent 4 – 7 Joer op den néie Puppelchen astëmme sollen
Mehr erfahren
©echo.lu

Kritische Theorie und Soziale Medien

Philo-Workshop
Mehr erfahren
©echo.lu

LOW.DAVID BOWIE IN BERLIN

REINHARD KLEIST präsentiert seine Comicbiographie anlässlich des 10. Todestags von David Bowie
Mehr erfahren
©echo.lu

Bestiarium der Stadt Luxemburg: Ikonographie der Tiere im urbanen Raum

Bestiarium der Stadt Luxemburg: Ikonographie der Tiere im urbanen Raum
Mehr erfahren


Der Inhalt wird von ECHO zur Verfügung gestellt – Alle Angaben ohne Gewähr!

Möchten Sie Ihre Veranstaltungen im Agenda veröffentlichen? Verwalten Sie und veröffentlichen Sie Ihre eigene Erlebnisse auf www.echo.lu/de/organiser.