MONODRAMA FESTIVAL - Monolabo-Abend
FAUST - eine subjektive Tragödie, EIN HAMLET, Unica, MISE À JOUR
Samstag, 13. Juni | Monolabo-Abend ab 19:00
Alle Monolabo Stücke haben eine maximale Dauer von 30 Minuten. In der Mitte des Abends gibt es eine Pause.
FAUST - Eine subjektive Tragödie
Von Fernando Pessoa
Mit Steve Karier
Luxemburg
Theater
In deutscher Sprache
Pessoas „Anti-Faust“ entfaltet sich als eigenständige, radikale Deutung eines zeitlosen Stoffes. Im Zentrum steht der suchende Mensch – ein moderner Sisyphos, der sich am Unerklärlichen der Welt und an der Unkontrollierbarkeit des Lebens abarbeitet. Fragmentarisch, zufallsbestimmt, unvermittelt und unausgeglichen, verdichtet sich alles zu einem inneren Tagebuch von seltener Wucht und eindringlicher Größe.
Regie Daliah Kentges
Saxophone, Klavier Emma Lily Karier
Musikalische Bearbeitung Martin Engler
Licht, Video Krischan Kriesten
–
EIN HAMLET
Nach William Shakespeare
Mit Benedikt Haefner
Luxemburg
Theater
In deutscher Sprache
.
Was, wenn Hamlet alleine ist. Gestrandet im literarischen Äther. Keine äußeren Umstände, kein Gegenüber, nur das eigene Sein als subjektive Reflexionsebene. Hamlet durchdenkt, plant, dreht und wendet. Er imaginiert die Welt, die Menschen um sich herum. Eine solistische Familienaufstellung, die ihre eigene Realität entfaltet. Traum und Wahn werden zur Normalität, zum Modus Operandi.
Entwicklung Christiane Heidrich, Benedikt Haefner
–
Unica
Von und mit Sascha Ley
Luxemburg
Performance
In deutscher Sprache
Unica Zürns künstlerisches Werk irritiert und zieht gleichzeitig magnetisch an. Sie zeichnete, malte und schrieb. Anfang 40 begann sie an paranoider Schizophrenie zu leiden und führte ihre Arbeit dennoch weiter, bis sie ihrem Leben mit 54 Jahren ein Ende setzte.
Inspiriert von Motiven aus Zürns Leben und Werk erkundet Ley in ihrer Monolabo-Recherche mit Stegreifmusik, Texten und Fragmenten aus eigener Feder, Videokunst und Physical Theatre einen imaginären Raum zwischen Genius und Wahnsinn und den Strategien, Schmerz und Hindernisse zu überwinden.
Videos Sascha Ley, Krischan Kriesten
–
MISE À JOUR
De et avec Juliette Moro
Luxembourg
Théâtre/Performance
En français
IDENTITÉ (n.f): Somme des renoncements nécessaires pour s’individualiser, repli en soi-même. Métaphore de contour et de contenu, cristallisation de fausses images servant à construire sa propre détermination.
.
LIBERTÉ (n.f): Sentiment illusoire qui rassure celleux qui n'osent pas bouger. Capacité à être actif.ve dans ses interdépendances pour ne plus subir l’empire.
CHOIX (n.m): Capacité de fabrication de soi à travers le refus. Délai d'hésitation qui ouvre la mise en mouvement.
COSTUME (n.m): Peau d'époque et de genre, ensemble des caractéristiques que l'on porte pour exister socialement, point de rencontre entre le social et l'intime.
DÉFINITION (n.f): Outil de manipulation. Arme d'émancipation.
Mise en scène et co-création Esther Waters