MONODRAMA FESTIVAL - Die letzten Tage der Menschheit
MONODRAMA FESTIVAL - Die letzten Tage der Menschheit
Die letzten Tage der Menschheit
Von Karl Kraus
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Mit Manfred Böll
Österreich
Lesung
In deutscher Sprache
Dauer: 60’
Karl Kraus’ monumentales Antikriegsdrama Die letzten Tage der Menschheit, entstanden unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs, gilt als eines der radikalsten Theaterwerke des 20. Jahrhunderts. Mit sprachlicher Präzision und Ironie entlarvt Kraus die Mechanismen von Propaganda, Militarismus und gesellschaftlicher Weblendung. “Die wahrscheinlichsten Taten, die hier gemeldet werden, sind wirklich geschehen…die grellsten Erfindungen sind Zitate” - so der Autor. Der Österreicher Manfred Böll lässt Stimmen von der Front, Heimat, Himmel und Hölle, Puff, Presse und Politik lebendig werden und ermöglicht eine Begegnung mit diesem Klassiker der politischen Literatur - beklemmend aktuell.
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Angesichts der ungehemmten Kriegstreiberei, die derzeit in vielen Gegenden der Erde grassiert und sich mit absichtlicher Brutalität ausbreitet, stellt Böll (*1944), in textbezogener, nüchtern analysierender Form dieses Jahrhundertwerk, in dem Kraus mit gnadenloser Schärfe und Hellsichtigkeit die Mechanismen des kriegstreibenden Geschäfts bloßstellt, in den Theaterraum.
Einrichtung Marion Rothhaar