Mailin (LUXFILMFEST)
Compétitions
..María Silvia Esteve, 89 min, 2025 - Argentinien, Frankreich, Rumänien
Eine einfache Gutenachtgeschichte wird zu einem avantgardistischen Albtraum, als Mailin beschließt, sich ihrer Vergangenheit zu stellen, um die Kindheit ihrer Tochter zu bewahren. Über mehrere Jahre hinweg begleitete die Regisseurin María Silvia Esteve Mailin Gobbos Kampf um Gerechtigkeit angesichts des Missbrauchs durch einen katholischen Priester, der ein Freund der Familie war. Der Film – zwischen Dokumentation und Fiktion angesiedelt – greift auf Familienarchive und Prozessaufzeichnungen zurück, um mit bemerkenswerter Ästhetik ein ergreifendes Porträt des Überlebens und Erinnerns zu zeichnen.
María Silvia Esteve hebt Mailins Handlungsfähigkeit in der Erzählung des Films hervor, wodurch das Überleben nicht als Frage des Ausharrens erscheint, sondern als aktive Wiederaneignung der Vergangenheit. Ein Film von ebenso faszinierender wie dringlicher Form, der gekonnt zwischen Reportage und visueller Kunst oszilliert.