©Jängel Klasen

Veiner Gare – Ehemaliger Bahnhof

Die an der Our gelegene Stadt Vianden verfügte einst über eine einzigartige Eisenbahnverbindung - den "Benny-Express". Diese Schmalspurbahn war von 1889 bis 1948 in Betrieb und verband Vianden mit der Diekircher Haupteisenbahn, ein wichtiger Schritt, um die Stadt für Touristen besser zugänglich zu machen.

Bau einer landschaftlich reizvollen Strecke

Bei der Anbindung von Vianden standen die Ingenieure vor der Herausforderung, die Gleise im gewundenen Ourtal zu verlegen. Sie entschieden sich für eine Schmalspurbahn, die engere Kurven ermöglichte und die Bauarbeiten erleichterte. Die Linie wurde liebevoll "Benny-Express" genannt, ein Kosename, dessen Ursprung umstritten ist.

Der Taktgeber des Tals

Die "Benny" diente als Lebensader für Einheimische und Besucher gleichermaßen. Touristen genossen die landschaftlich reizvolle Fahrt, während die Einwohner auf den Zug angewiesen waren, um täglich zu pendeln und Waren wie Holz und landwirtschaftliche Erzeugnisse zu transportieren. An einem typischen Tag sah man Familien auf dem Weg zu einem Tagesausflug, Landwirte mit ihren Erzeugnissen oder Wanderer, die ausstiegen, um die schöne Landschaft zu erkunden.

Niedergang und Wandel

Der Wandel der Zeiten brachte Herausforderungen mit sich. Steigende Kosten und die zunehmende Beliebtheit von Bussen führten dazu, dass der "Benny Express" 1948 eingestellt wurde. Obwohl dies das Ende der Linie bedeutete, lebt ihr Erbe weiter.

Die Wiederentdeckung der Gleise

Heute ist ein Teil der alten Bahnstrecke in einen Radweg umgewandelt worden, auf dem die Besucher der Strecke durch das malerische Ourtal folgen können. Auch der erhaltene Bahnhof Bettel erinnert an die Eisenbahnvergangenheit Viandens. Obwohl der "Benny-Express" nicht mehr fährt, hat er einen wichtigen Platz in der Geschichte der Region und in den Herzen derjenigen, die sich an sein rhythmisches Tuckern durch das Tal erinnern.

Contact

Address: Veiner Gare – Ehemaliger Bahnhof
L-9414 Vianden
Show on map

More sites

©Alfonso Salgueiro
Lancaster Memorial Weiswampach
Das Lancaster Memorial gedenkt vierzehn jungen Männern, deren Lancaster-Bomber während des Zweiten Weltkriegs bei Weiswampach abstürzten.
Find out more
©Visit Luxembourg
Kapelle Saint-Michel
Hoch über Oberschlinder thront die Kapelle Saint-Michel, umgeben von Wald und erreichbar über Wanderwege.
Find out more
©Visit Éislek
Kalborner Mühle
Die über 200 Jahre alte Mühle in Kalborn hat sich zu einem Naturschutzzentrum entwickelt. Hier werden bedrohte Flussperl- und Bachmuscheln gezüchtet. Infotafeln vor der Mühle zeigen, wie Gärten Lebensraum für Wildtiere und Insekten bieten können.
Find out more
©Visit Éislek
Bourscheid Hougeriicht – Hochgericht
Im 15. oder 16. Jahrhundert fand in Bourscheid ein Hexenprozess statt, in dem teuflische Pakte und Verschwörungen gegen Gottes Schöpfung angeklagt wurden. Dieses düstere Kapitel spiegelt eine wichtige Periode der Hexenverfolgung in Luxemburg wider, die durch soziale Unruhen, wirtschaftliche Kämpfe und die Angst vor einem mysteriösen Hexenkult angeheizt wurde.
Find out more
©Visit Éislek
Bunker Kaundorf
Dieser Bunker aus dem 2. Weltkrieg, in dem desertierte Zwangsrekrutierte sich bis zur Befreiung versteckten, ist über einen ca. 1 km-langen Fußweg zu erreichen. Der Spaziergang lohnt sich allemal, da Wanderer in der Nähe des Bunkers durch eine beeindruckende Aussicht über den Obersauer-Stausee belohnt werden.
Find out more
©Visit Éislek
Kapelle St. Kunigunde
Die St. Kunigunde-Kapelle im Heiderscheidergrund, ein bemerkenswertes Beispiel für die kirchliche historistische Architektur des 19. Jahrhunderts in Luxemburg, besticht durch ihr neugotisches Design, spätgotische Skulpturen, Statuen aus dem 18. Jahrhundert und Glasmalereien.
Find out more
Sankt-Rochus Kirche Insenborn
Entdecken Sie die neugotische Pracht der Insenborner Kirche, erbaut nach Plänen von Architekt Biver im Jahr 1861.
Find out more
Trinitarierkirche und Kloster Vianden
Entdecken Sie eines der schönsten gotischen Bauwerke Luxemburgs!
Find out more
©© Giulio Groebert
Staumauer Esch-sur-Sûre
Die beeindruckende Staumauer in Esch-Sauer wurde von 1955 bis 1958 erbaut und fügt sich harmonisch in die Natur ein. Ihre bogenförmige Bauweise macht sie zu einem beliebten Fotospot für Fotografen und Naturbegeisterte.
Find out more