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Tourismusentwicklung: die Grundzüge für Luxemburg

Im Juni 2022 stellten Lex Delles, Minister für Mittelstand und Tourismus, sowie Jeanne Tonnar, Präsidentin von Luxembourg for Tourism (LFT), vor ca. einhundert Branchenvertretern die Tourismusstrategie des Landes vor.

Die Generaldirektion für Tourismus hat kürzlich ihre nationale Strategie für die Tourismusentwicklung fertiggestellt. Hierbei stützte sie sich nicht nur auf Studien und Analysen von Fachleuten, sondern ließ auch luxemburgische Touristiker zu Wort kommen und von ihren Alltagserfahrungen berichten.

Ziel ist es, die strategischen Grundzüge der Politik zur Entwicklung des Tourismus in Luxemburg detaillierter auszuarbeiten, neu auszurichten und weiter auszubauen.

Mit der Initiative sollen ganz konkret die positiven Effekte des Tourismus gestärkt und die Branche angesichts der bisweilen radikalen Umbrüche von Gesellschaft und Tourismuswirtschaft in ihrer Weiterentwicklung gestützt werden.

Positionierung der Destination

Anschließend wurde ein Strategiepapier erstellt („Mënschen, Regiounen an Ekonomie“). Hierin wird diese Vorgehensweise zur Positionierung der Destination Luxemburg beschrieben. Es steckt außerdem den Rahmen für die gezielte Entwicklung des Freizeittourismus in Luxemburg ab. gouvernement.lu/dam-assets/documents/actualites/2022/05-mai/20-delles-tourisus/tourismus-strategie.pdf

„Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, und gleichzeitig kommt ihm eine zentrale Rolle bei der Verbesserung der Lebensqualität von Einwohnern, Grenzgängern und Touristen sowie in der nachhaltigen Entwicklung des Landes zu“, erläuterte Lex Delles. „Unsere Gesellschaft und unser Tourismus haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt, und auch die Anforderungen, wie ein zeitgemäßes, nachhaltiges Angebot auszusehen hat, entwickeln sich ständig weiter.“

Für den Minister steht eines fest: „Das Großherzogtum hat als Tourismusdestination ein außergewöhnlich hohes Potenzial. Wir haben nicht nur ein reichhaltiges touristisches Angebot, sondern auch Stärken, die in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen haben“, fügte er hinzu.

Besonders attraktiv sind das Outdoor-Freizeitangebot inmitten einer intakten, abwechslungsreichen Natur, die ausgesprochene Gastlichkeit und die Lebensqualität, die sowohl Einheimische als auch Touristen zu schätzen wissen.

Zehn Leitlinien

Jeanne Tonnar stellte die zehn Grundzüge dieser neuen Strategie vor. Sie führte außerdem aus, dass der Tourismus in Luxemburg „sich auf die im Wandel begriffenen Bedürfnisse der Menschen - Kunden, Mitarbeiter, Einwohner und Grenzgänger - konzentrieren muss, aber auch stärker für die Verbesserung und die Vereinbarkeit der Qualität des Aufenthalts und der Lebensqualität sorgen muss.“

Sie fügte hinzu, dass „das Angebot von allen für gut befunden und für alle zugänglich sein muss, und zwar unabhängig von Alter, Behinderungen oder schwerem Gepäck …“

Der Tourismus in Luxemburg müsse, so Tonnar weiter, seine Stellung als anerkannter Wirtschaftsfaktor ausbauen, aber auch auf vertrauensvoller, gut strukturierter und effizienter Zusammenarbeit der betroffenen Akteure beruhen, selbst über die Landesgrenzen hinaus.

Daher habe sich LFT in Abstimmung mit der Generaldirektion für Tourismus auf die Fahnen geschrieben, dieses vorhandene Potenzial voll auszuschöpfen, um die Entwicklung des Tourismus in Luxemburg voranzutreiben.

Getreu der Devise „Mënschen, Regiounen an Ekonomie : de wäertorientéierten Tourismus als aktive Dreiwer fir méi Liewens- an Openthaltsqualitéit“ sollen zukünftig die positiven Effekte des Tourismus verstärkt werden.

„Die neue Tourismusstrategie liefert nicht nur die Rahmenbedingungen für die touristische Zukunft des Landes, sondern auch Anhaltspunkte für die Bereiche, auf deren Entwicklung wir uns konzentrieren müssen“, fügte LFT-CEO Sebastian Reddeker hinzu. „Der Tourismus in Luxemburg muss auch selbstbewusster auftreten, denn als Querschnittsbranche kann er aktiv zur Verbesserung der persönlichen Verhältnisse sowie der Lage der Regionen und der Wirtschaft beitragen.“

Partizipative Ausarbeitung

Von der Methodik her basiert das Strategiepapier „Mënschen, Regiounen, Ekonomie“ zum einen auf Studien, Analysen und Konzepten, die von Regierungsagenturen, Forschungsinstituten und deutschen Consultants entwickelt und umgesetzt wurden.

Anschließend wurde sie im Detail an den Branchenkontext in Luxemburg angepasst. Hierzu gab es im Januar und Februar 2021 einen umfangreichen Austausch und zahlreiche Diskussionen mit luxemburgischen Tourismusakteuren aller Couleur.

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