The Good LifeTAL DER SIEBEN SCHLÖSSER

Guttland
Roadtrip

Der Asphalt unter den Rädern surrt, der Wagen gleitet dahin. Gemächlich, ohne Hast. Vorbei an Alleenbäumen, Schlössern, verwunschenen Orten. Sonnenblende runter, Fenster auf: Roadtrip durch das „Tal der Sieben Schlösser“.

FOTOS OLIVER KERNER

Ein Ausflug wie ein Roadmovie. Im Autoradio des „Alfa Giulia 1600“ singen Serge Gainsbourg und Brigitte Bardot „Bonnie and Clyde“. Es ist eine wahre Zeitreise durch das „Tal der Sieben Schlösser“, ohne Hektik– sehen, genießen, entschleunigen. 24 Kilometer pures Fahrvergnügen, Märchenschlösser zum Träumen und jede Menge schöner Stellen, um anzuhalten und die Seele baumeln zu lassen. Einfach den Hinweisen „Vallée des 7 Châteaux“ folgen.

Los geht es in Mersch mit einem Frühstück im „Chocolate House“ direkt gegenüber dem Schloss, das heute die Gemeindeverwaltung beherbergt. Hier plätschert ein Brunnen, Rosen blühen, und wer durch das Tor geht, lässt die belebte Hauptstraße hinter sich. Am „Mechelsplatz“ steht die Statue des Drachen mit den sieben Zacken – für jedes der sieben Schlösser einer. Touristische Informationen aus dem Turm mitnehmen und ab auf die Straße.

Auf dem Weg nach Marienthal kommt man am zauberhaften „Hunnebour“ vorbei. Der beliebte Picknickplatz ist an einem Weiher gelegen, wo schon Attila der Hunne seine Pferde getränkt haben soll. Dem Wasser wird eine heilende Kraft zugeschrieben. Hier aus dem Auto zu steigen und ein paar Schritte durch den Wald zu gehen, ist Erholung pur.

Der wehrhafte Schlossturm von Schoenfels taucht auf der Tour unmittelbar mitten im Wald auf. Der ehemalige Burgfried ist das letzte, was von der ganzen Schlossanlage aus dem 13. Jahrhundert noch übrig ist. Der englische Garten lädt zum Flanieren ein.

Kein offizieller Teil des Tals und doch einen Zwischenstopp wert ist das ehemalige Kloster in Marienthal. Es liegt eingebettet im Tal direkt an dem Fluss Eisch. Etwas abseits des Schlosses steht ein Turm, der fast aussieht wie der im Märchen Rapunzel – nur, dass es ein Turm zu Ehren der heiligen Yolanda ist, die im Kloster weilte und wirkte. Heute ist in den Gemäuern des Klosters eine Jugendbildungsstätte untergebracht.

Nächste offizielle Etappe auf dem Weg durchs „Tal der Sieben Schlösser“ ist die Burg von Hollenfels, deren fast 40 Meter hoher Bergfried auf einem Felsvorsprung über dem Eischtal thront. Von der Terrasse der „Burg auf dem hohen Fels“ aus hat man einen fantastischen Blick. Lange Jahre gab es in der im 11. Jahrhundert erstmals erwähnten Burg Hollenfels eine Jugendherberge. Derzeit wird sie komplett renoviert.

Das so genannte „Neue Schloss“ von Ansemburg fasziniert mit seinen großen und wunderschönen öffentlichen Gartenanlagen. Hier blühen ganz besondere Rosenarten, und Besucher können in einer wahren Galerie aus Statuen lustwandeln, durchatmen, zur Ruhe kommen. Das Schloss wurde von einem Pionier der Eisenindustrie im 17. Jahrhundert erbaut und lässt den Geist der Renaissance spüren. Einmal im Jahr findet hier ein Fest statt.

Ansemburg, das ist auch die in der Höhe gelegene „Alte Burg“. Hier leben echte Adelige: Graf Gaston-Gaëtan von Ansembourg und seine Familie. Da die Burg in Privatbesitz ist, kann man sie nur von weitem bewundern – doch wer in das exklusive Apartmenthaus „Temps d‘Or“ eincheckt, kommt in den Genuss der Gastfreundschaft des jungen Grafen.

Im Zentrum des Eischtals liegt die idyllische Ortschaft Simmern oder Septfontaines. Das Gebiet war schon zur Römerzeit besiedelt. Wann genau hier die Burg entstand, wissen die Historiker nicht. Heute ist sie in Privatbesitz. In Simmern selbst lädt der Brunnen mit sieben „Fontänen“ zum Rastmachen und Fotografieren ein.

Schlusspunkt – oder je nach Fahrtrichtung erste Station – ist das „Gréivelschlass“ in Koerich. Es steht mitten im Dorfkern. Das Schloss ist zwar eine Ruine, bietet jedoch ein modernes Informationszentrum im Inneren. Außerdem lassen sich hier immer wieder Konzerte oder auch ein Mittelalterfestival erleben.

Und nach der Tour?

Ob luxemburgische Spezialitäten oder internationale Küche, das „Guttland“ ist eine beliebte Schlemmerregion. Empfehlenswert zum Einkehren unter anderem: „A Guddesch“ (Beringen), „Beim alen Tuerm“ (Mersch) oder die „Bricherstuff” (Brouch). Am Abend empfiehlt sich ein Besuch des Merscher Kulturhauses oder des Konzert- und Schauspielhauses „Kinneksbond“ in Mamer.

www.visitguttland.lu

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