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Slow Teleport

Sonntag, 23 Juni 2019  -  Sonntag, 29 September 2019

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Zusammenfassung

Kuratoren: Christien Walentiny, Katrijn Van Damme

Teil von 1+1, einer Zusammenarbeit mit dem Fonds Kirchberg

Die zahlreichen Elemente, die in Slow Teleport zum Einsatz kommen, sind unmittelbar auf den Standort im Labyrinth des Parc Central in Kirchberg zurückzuführen. Präsentiert wird die Performance von den beiden New Yorker Künstlern Alex Schweder (geb. 1970) und Ward Shelley (geb. 1950) sowie den europäischen Teammitgliedern Matthew Brown und Clemens Klein. Sie alle werden zehn Tage lang in einer improvisierten mobilen Konstruktion über dem Boden leben und arbeiten, ohne diese zu verlassen, und sich mit den Menschen unterhalten, die vorbeikommen, um mit ihnen über die Bedeutung ihrer Arbeit zu reden. 

Grundvoraussetzung des Stückes ist die Überwindung des Labyrinths – allerdings nicht, indem die Künstler hindurchgehen, sondern indem sie dieses überqueren, ohne den Boden zu berühren. Dazu bauen sie Brücken zwischen den farbig durchnummerierten Markern, die sich hoch genug über den Hecken befinden, um auch von außen sichtbar zu sein. Bei ihnen handelt es sich zugleich auch um Vorratsdepots, die sich auf einer Route durch das Labyrinth ziehen.

Die Tage vergehen mit Arbeiten, Leben und Gesprächen mit interessierten Besuchern. Diese Unterhaltungen sind jedoch nicht theoretisch angelegt, sondern ungezwungen und freundlich, je nach Interesse des jeweiligen Besuchers. Diese Art der sozialen Interaktion stellt im Werk von Schweder und Shelley eine zentrale Komponente dar.
Was nach ihrem Weggang übrig bleibt, sind nur noch Spuren ihrer Überquerung, da sie sich und ihre Unterkunft von einer Seite des Labyrinths zur anderen „teleportiert“ haben.

Die Performance wird dokumentiert und als Video auf einem Bildschirm neben einem der Eingänge des Labyrinths zu sehen sein.
Slow Teleport ist ein temporäres Stück „Performance-Architektur“. In dem Begriff, der erstmals 2007 zur Beschreibung ihrer Arbeit verwendet wurde, spiegelt sich der Gedanke, dass die Architektur sowohl Hinweise darauf gibt, wie wir uns verhalten sollen, als auch sich selbst den Bewohnern als Requisite zur Ausarbeitung und Darstellung ihrer Identitäten anbietet.

Wie schon 2017 bei dem Projekt Recto Verso von Wennig & Daubach haben das Casino Luxembourg - Forum d'art contemporain und der Fonds d'Urbanisation et d'Aménagement du Plateau de Kirchberg (Fonds Kirchberg) einen Einladungswettbewerb zur Realisierung der zweiten Ausgabe von 1+1, einem temporären künstlerischen Projekt im Labyrinth des Parc Central in Kirchberg ausgeschrieben. In Verbindung mit der aktuellen Künstlerresidenz des Casino ist die Wahl in diesem Jahr auf Slow Teleport von Schweder und Shelley gefallen.

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