Wandern auf den Spuren der Geschichte

national liberation memorial luc deflorenne ortal lft

Dauer: 4 Etappe(n)

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Beschreibung der Besichtigung

Eine Wandertour tut gut. Man kann sich herrlich dabei von den Strapazen des Alltags erholen. Allein, oder mit Freunden oder Familie unterwegs, ist « Wandern auf den Spuren der Geschichte » besonders erlebnisreich.  Man stärkt sich physisch und psychisch, und lernt dabei eine Menge hinzu.  Kriegsschlachten oder politische Verschleppung erscheinen plötzlich klar und logisch, denn man erkennt Zusammenhänge. Die vorgeschlagenen Routen sind leicht begehbar und unterschiedlich lang.

Sie führen über ruhige Wege, Waldstrecken und Wanderpfade. Die meist grandiosen Landschaften verbergen viele historischen Zeugen. Die scheinbare Ruhe hat sie nahezu verdeckt.  Informationstafel vor Ort liefern jedoch den Schlüssel zur Lektüre dessen was sich unter der Erde befindet, was das Relief gestaltet hat, welche Geschichten bauliche Zeugnisse verraten.

Die Zeit ist gekommen zum Meditieren und Nachdenken über Geschichte und die Wurzeln menschenfeindlicher Ideologien. „Wandern auf den Spuren der Geschichte“ macht bewusst, dass unsere täglichen kleinen Freiheiten keine Selbstverständlichkeit sind.

Wir schlagen Ihnen 5 Touren durch die schönsten Regionen Luxemburgs vor. Die Stadttour „Spurensuche zum 2. Weltkrieg“ erlaubt Luxemburg zu Fuß zu erkunden.

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Etappe 1
Ardennen

Pfad der Fluchthelfer

Der "Pfad der Fluchthelfer" zeigt die besondere Lage des Grenzraumes Troisvierges zwischen Luxemburg und Belgien. Während des 2. Weltkrieges erreichten viele junge Menschen welche dem Zwangseinzug in die Wehrmacht entfliehen wollten, sowie Regime-Gegner, nur über geheime Wege das Nachbarland Belgien. Mehrere Fluchthelfer leiteten Sie bis zur Grenze. Der "Pfad der Fluchthelfer" folgt, in zwei Schlaufen, diesen geheimen und Geheimnisvollen Wegen in die Freiheit.

Im Jahre 1942 nahm der Nazi-Terror im Großherzogtum immer schlimmere Formen an. Luxemburger Widerstandskämpfer oder Zwangsrekruten auf der Flucht und jene, welche ihnen Asyl gewährten, wurden unbarmherzig gejagt. Immer mehr politische Flüchtlinge klopften an den Türen der vereinzelten Ardenner Bauernhöfe an, die Zufluchtsstellen bereithielten.

Anfang 1943 begannen patriotische Bewegungen Fluchtnetze ins nahe Belgien zu organisieren, wo das deutsche Militärregime etwas weniger streng überwachte. Junge Patrioten aus der Gegend kümmerten sich um sichere Fluchtmöglichkeiten. Man stelle sich den Mut  dieser jungen Menschen vor, die bei jeder nächtlichen Operation ihr Leben und das ihrer Angehörigen aufs Spiel setzten, um Flüchtlinge zu retten, die oft anonym waren, und es meist auch bleiben wollten. Der Erinnerungsweg folgt dem viel begangenen Fluchtweg, der in dem kleinen Dorf Sassel begann, Troisvierges umging, die Eisenbahn überquerte und dann in den ausgedehnten Biwischer Wald  verschwand, um über einen kleinen Bach die belgische Grenze zu erreichen, und bis zum "Rothaus" zu führen.

Nord-Schlaufe (« Grenze »): Start und Ankunft: Bahnhof Troisvierges | 12 km, mittelschwer

Süd-Schlaufe (« Sassel, Dorf des Widerstandes »): Start und Ankunft:  Bahnhof Troisvierges | 9 km, mittelschwer

Der digitale Führer der Naturparks erlaubt beide Schlaufen anhand von GPS Koordinaten zu entdecken ; dazu gehören Hörspiele und Videos. Geräteverleih: Touristinfo Troisvierges/Bahnhof Troisvierges (4, rue d’Asselborn).

Geführte Wanderungen im Sommer

An verschiedenen Sonntagen im Juli und August (www.naturpark-our.lu) | Sprachen: Luxemburgisch, deutsch, französisch, englisch | Start und Ankunft : Bahnhof Troisvierges | Länge und Dauer : 8 km, 3 Stunden, mittelschwer, 2 €/Person (Gratis < 10 Jahr), ohne Absprache | Gruppen: Familien, Gruppen,  Einzelpersonen, Kinder, Senioren

Geführte Wanderungen für Gruppen auf Vereinbarung

Länge: 9 oder 12 km | Dauer: ab 3 Stunden | Schwierigkeitsgrad : mittel | Zielgruppen : Gruppen, Schüler | Gruppenpreis :ab  115€ (3 Stunden) | Buchungen : 1A, Rue du Vieux Marché | L-9419 Vianden, T +352 26 87 49 87, E tours@visit-eislek.lu

Wandern mit der Bahn Clervaux - Troisvierges (CFL 40)

Der CFL- Eisenbahn-Wanderweg von Troisvierges nach Clervaux führt durch eine unberührte Ardenner Naturlandschaft. Niemand ahnt von den schmerzhaften Geschehnissen die sich hier zugetragen hatten. Über dem rechten Bachufer erhebt sich die beeindruckende Abtei von Cinquefontaines. Die Herz-Jesu-Bruderschaft hatte 1903 das Kloster gegründet. Es wurde 1941 von den Nazi-Mächten beschlagnahmt, und diente bis 1943 als zeitweiliges Sammellager für 430, meist ältere oder behinderte, Juden. Ab hier wurden Menschentransporte in ein Ghetto Osteuropas sowie nach mehreren Konzentrationslagern ausgeführt. 1969 wurde hier zur Erinnerung an das Leiden 1200 jüdischer Frauen, Männer und Kinder ein Denkmal errichtet. Nahezu Alle hatten während der Verfolgung das Leben verloren. Kaum 50 kehrten nach dem Krieg in ihre Heimat zurück.  

Doch ein weiterer Zeitzeuge wird den Wanderer überraschen. Mitten im Wald liegt das Flugzeugwrack einer britischen Lockeed Hudson. Daneben stehen mehrere Grabdenkmäler. Das Flugzeug war  in der Nacht zum 21. März 1945 abgeschossen worden. 4 Bordmitglieder und 3 Mitarbeiter des belgischen Geheimdienstes sollten in Geheimmission hinter der deutschen Militärgrenze mit dem Fallschirm abspringen. Die Wetterbedingungen verlangten den Abbruch der Mission „Walnut“. Bei Rückflug in Richtung Tempsford in Großbritannien wurde das Flugzeug abgeschossen.

Der Steig endet mit einem Aufruf zum Frieden und Brüderlichkeit unter den Menschen: die Ausstellung „The family of Man“ gehört zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO. Sie umfasst 503 Bilder 273 verschiedener Fotografen aus 68 Ländern. Edward Steichen, Direktor des Museum of Modern Art in New York (MoMA) ist Autor dieser großartigen Ausstellung.

Länge : 11,92 km | Start : Bahnhof Troisvierges / Ankunft Bahnhof Clervaux | Dauer 90 Minuten | Fussweg | Mittelschwierig | Geeignet für Familien, Gruppen, Individualreisende, Kinder, Senioren

Der Pfad der Erinnerung – Schumann‘s Eck

Dieser Pfad der Erinnerung führt durch den Wald am Schumann‘s Eck, vorbei an den alten Schützengräben, dort wo zahlreiche amerikanische und deutsche Soldaten ihr Leben während der Ardennen Schlacht 1944-1945 verloren. Der Pfad ist mit Informationstafeln für Besucher erschlossen. Ehemalige Schützenlöcher und weitere Spuren erinnern an eine historische Schlacht. Tafeln erklären vor Ort die Kriegsereignisse.

Nachdem am 26. Dezember 1945 die 3. Amerikanische Armee von General Patton den Kessel von Bastogne durchbrochen hatte, versuchte sie durch einen Sichelschlag über das Strassenkreuz Schuman’s Eck in Richtung Donkols die im südöstlichem Frontbogen von bastogne konzentrierten deutsche Eliteverbänden zu umgehen und einzukesseln.

Nach äusserst heftigen Kämpfen erreichte die 26.  US-Infanteriedivision (Yankee Div) erstmalig am 30. Dezember 44 die strategische Schumankreuzung, wo sie erwartungsgemäss auf zähen Widerstand der in den Wäldern verschanzten 9. Deutsche „Volksgrandiersdivision“ stiess. Die Front erstarrte auf engstem Raum und drei Wochen lang erfolgten unter furchtbaren Witterungsbedienungen abwechselnd amerikanische Angriffe auf deutsche Gegenangriffe. Tausende Soldaten fielen im Nahkampf sowie durch Artillerie- und MG-Feuer. Dies waren auf engstem Raum die mörderischsten und blutigsten Kämpfe auf luxemburgischem Boden.

Am 2. Januar 1945 gewann die 26. US Infanteriedivision einige Hundert Meter, danach lief sich der Angriff fest und die abgekämpfte Yankee Div musste am 8. Januar 45 durch 90.US Infanterie Division ersetzt werden.

Nach der Eroberung von Berlé gelang es der 90.US-Infanterie erst am 11. Januar 1945 durch einen spektakulären Nachtangriff über die befestigten Hügelstellung bei Pommerloch das Strassenkreuz von Donkols zu erreichen und den Kessel von Harlingen zu schliessen. Die verlustreichen Kämpfe um das Schumann’s Eck sind mit der Schlacht von Bastogne unzertrennbar.

Die Stadt Wiltz wurde erst am 21. Januar 1945 durch die Infanterie division und die 6.US Cavalry Group befreit.

Das „National Liberation Memorial“ in Schuman’s Eck wurde am 13. September 1994 im Beisein von unzähligen Veteranen beider Seiten eingeweiht. Seither ist das „Schumann’s Eck“ und sein Pfad der Erinnerung längst der verbliebenen Schützengräben eine würdige Gedenk-und Mahnstätte im Sinne des Völkerverständnisses  innerhalb der EU geworden. Regelmäßig nehmen amerikanische und deutsche Veteranen an den Erinnerungsfeiern in Schumanns‘ Eck teil. Diese Versöhnungsakten sind von besonderer Wichtigkeit zur Sensibilisierung der Jugend für die schrecklichen Kriegsgeschehnisse.

Länge 2,8 km | Start / Ankunft: National Liberation Memorial, Schumann’s Eck | Dauer : 60 Minuten | Fussweg | Mittelschwer | Geeignet für Familien, Gruppen, Individualreisende, Kinder, Senioren | Führungen auf Anfrage

Syndicat d'Initiative
Château de Wiltz
L-9516 Wiltz
T +352 95 74 44 | F +352 95 75 56
E siwiltz@pt.lu

Bunkerwanderung Schlindermanderscheid

Die "Bunkerwanderung" beginnt im Ort genannt "Friedboesch", etwa 2,4 km oberhalb von Schlindermanderscheid. Wir verlassen den Ort in Richtung Oberschlinder. Wir besichtigen die um 1858 von den Dorfbewohnern aus Oberschlinder gebaute Kapelle "Hl. Kunigunde“. Wir gehen einige hundert Meter zurück und wandern weiter durch ein größeres Waldgebiet.

Nach dem "Furebierg" und dem "Lannebierg“ erreichen wir wieder die Hauptstrasse CR 348, biegen links ab und folgen während +/- 500 m dieser Straße und biegen dann rechts ab in Richtung Wiltztal. Wir durchqueren die Orte "Hoflay“ und "Falenriecht“ um in „Gierschterbach“ anzukommen. Hier befinden wir uns auf 298m ü.d.M. und gleich an der Kantonalgrenze Diekirch, Clervaux und Wiltz, welche gleichzeitig die Grenze bildet zwischen den Gemeinden Bourscheid, Hosingen und Kiischpelt.

Wir verlassen diesen Ort, um den Aussichtspunkt "Hockslay“ mit Sicht auf Kautenbach zu erreichen. Während des 2. Weltkrieges befand sich in der näheren Umgebung ein Bunker, über welchen es allerdings nur wenig Auskunft gibt. Wir kehren ca 50 m zurück, und verfolgen unseren Weg zu einem weiteren Aussichtspunkt. Hier besteigen wir einen Stahlbau um auf einer Anhöhe von 374 m die herrliche Aussicht auf die benachbarten Ortschaften zu genießen. Wir gehen einige Meter unseres Weges zurück, und kommen in Richtung "Friedboesch" zu einem weiteren Bunker aus dem 2. Weltkrieg.

Er wurde 2016 vollständig restauriert. Ungefähr 17 Menschen fanden hier Schutz. Zwischen Mai und dem 10 September1944, waren hier 17 junge Refraktäre und Widerstandskämpfer versteckt. Die Einwohner der Nachbardörfer versorgten die Versteckten mit Lebensmittel, tritz Kontrollen und Aufsicht der deutschen Soldaten. Nach einem kurzen Aufstieg erreichen wir dann wieder den Ausgangspunkt unserer Wanderung "Friedboesch“.

Länge 12 km | Start / Ankunft: Friedboesch ca 2,4 km von Schlindermanderscheid, Richtung Oberschlinder entfernt | Dauer 3-3 ½ Stunden | Fussweg | Mittelschwer | Geeignet für Familien, Gruppen, Einzelgänger, Kinder und Senioren | Ausschilderung vor Ort

Bunker in Kaundorf

Der Bunker ist nur zu Fuß zu erreichen, gelegen in einem Wald in der Nähe des Dorfes. Er ist ausgeschildert mit "Bunker" oder  "B". Widerstandskämpfer hatten während der Nazi-Besatzung Luxemburgs unterirdische  Bunker errichtet, in denen sich Refraktäre versteckt  hielten. Insgesamt 5 Bunker waren während der deutschen Okkupation in Kaundorf besetzt. Der Bunker "an der Runschelt" wurde 1987 restauriert und steht seitdem unter Denkmalschutz: Pfingsten 1944 wurde dieser Bunker, in einem Felsspalt gelegen, von 4 Refraktären bezogen, die zuvor im Hause Nickels-Jans versteckt waren.

Zum Dank an alle Patrioten, die viele Refraktäre vor den Nazis  retten konnten, steht eine Gedenkplatte. Ein ehemalige Flugzeugbombe steht als  Denkmal steht am Ortsrand von Kaundorf an der Straße nach Esch-Sauer. Die Bombe steht zum Gedenken an die Bevölkerung und die alliierten Truppen, die unter dem Schrecken der Ardennerschlacht zu leiden hatten. Sie wurde von einem US Flugzeug während eines Überflugs um die Weihnachtstage 1944 abgeworfen. Gefunden wurde sie in einem Waldstück in der Nähe des Monumentes.

Start /Ankunft: Kaundorf | Fussweg | Mittelschwer | Geeignet für Familien, Gruppen, Einzelgänger, Kinder und Senioren | Ausschilderung vor Ort

Wanderweg 2. Weltkrieg

Dieser Wanderweg von und nach Bavigne erstreckt sich über 8 km. Er führt zur Kapelle der schmerzensreichen Mutter, welche Einwohner des Dorfes nach 1953 auf "Harelerbierg“ errichteten. Sie dankten so Maria für ihren Schutz während der Rundstedt-Offensive (Ardenner-Schlacht) und lösten ihr, während der Gefahr, verrichtetes Versprechen ein. 1957 wurde ein in Stein gebauter Kreuzweg als Zugang zur Kapelle angelegt. Die Kreuze “Op al Kierch” im Wald von Berlé befinden sich in der Nähe der Waldewege von Sonlez, Berlé und Bavigne. Eine Erinnerungstafel erinnert an ihren Ursprung.

Die Originalkreuze wurden bereits mehrfach ersetzt, zuletzt 2015 /16. Am 4.01.1945 hatte der Pfarrer von Berlé den Befehl von der deutschen Besatzung erhalten, bis halb sieben Uhr abends das Dorf zu verlassen. So begaben sich 40  Einwohner durch den Schnee in Richtung  Doncols. Doch sie zogen nach Bavigne, welches in den Händen amerikanischer Befreier war. Sie wurden jedoch unterwegs von deutschen Soldaten zurückgewiesen und waren gezwungen, Unterschlupf in einem Wald zu suchen. Andieser Stelle wurde zur Erinnerung  an diese Ereignisse ein Kreuz errichtet. Das Kreuz ist nur zu Fuß zu erreichen, von Berlé aus in Richtung Espert. Um an die Opfer des Zweiten Weltkrieges zu erinnern, wurde 1994 ein Gedenkstein neben der Kirche in Berlé errichtet.

Start/Ankunft : Bavigne | Fussweg | Länge: 8 km | Dauer: 1,5-2 Stunden | Mittelschwer | Geeignet für Familien, Gruppen, Einzelgänger, Kinder und Senioren | Ausschilderung vor Ort

Hochfels in Boulaide

Dieser Aussichtspunkt liegt außerhalb des Dorfes Boulaide, in Richtung Bigonville. Hier kann man 2 Kanonen aus dem 2ten Weltkrieg (Panzerabwehrkanone und Field-Howitzer Kanone) betrachten. 1970 wurden die Kanonen aufgestellt. Sie waren verlassen am Strassenrand des "Poteau de Doncols“ zurückgelassen worden. Informationstafeln erteilen vor Ort Auskunft über ihre Herkunft.

Sehenswürdigkeiten

In den Luxemburger Ardennen

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Etappe 2
Müllerthal

Historischer Rundgang Bettendorf – Reisdorf – Hoesdorf – Wallendorf (D)

Dieser Rundgang mit 17 Schautafeln erinnert an die dramatischen Ereignisse, welche im Raum Wallendorf in der Zeit von Ende 1944 bis Frühling 1945 stattfanden. Wallendorf, an der deutsch-luxemburgischen Grenze, am Zusammenfluss der Sauer und Our, machte einst Schlagzeilen im Rundfunk und in der Presse. Nachdem die ersten amerikanischen Truppen am 11. September 1944 die Grenzen des Dritten Reichs erreicht hatten, durchbrachen drei Tage später, starke Kampftruppen des CRR (Combat Command R) der 5.ten U.S. Panzerdivision, unterstützt durch Einheiten des 112.ten Infanterieregiments, die Siegfriedlinie.

Sie stießen, nachdem sie mehrere Ortschaften eingenommen hatten, in Richtung Bitburg vor. Trotz erster Erfolge, tauchte ab 20. September beträchtlicher Widerstand auf. Anfang Oktober 1944 übernahmen Einheiten der 8.ten Infanteriedivision die ursprünglichen Stellungen der 5.ten Panzerdivision und errichteten eine Anzahl von Beobachtungs und Horchposten auf dem Plateau der Ortschaft Hoesdorf mit Blickrichtung auf die gut getarnten Westwallanlagen, gegenüber der Our. Der Erinnerungspfad führt an den Bunkerruinen vorbei. Als am16. Dezember 1944 deutsche Kampfeinheiten nach einem Artilleriefeuer, die Our überquerten und die U.S. Verteidigungslinie angriffen, entfachte  ein mörderischer Kampf, mit hohen Verlusten auf beiden Seiten.

Bedingt durch die steilen Abhänge zur Our, des hervorragend zur Verteidigung geeigneten Höhenplateaus, vermochten die zahlenmäßig unterlegenen Amerikaner den deutschen Vormarsch bis zum 18.ten – 19.ten Dezember zurückzuschlagen. Obschon der Vormarsch der Wehrmacht am Südflügel der Ardennenoffensive gegen Weihnachten gestoppt wurde, behielten die Deutschen die Kontrolle über das Plateau „Hoesdorf-Bettendorf“ bis Ende Januar 1945, als Einheiten der 3.ten Armee von General Patton den Feind bis zur Ausgangsposition im Westwall vom 16.ten Dezember 1944 zurückdrängten. Anfang Februar 1945 überquerten Einheiten der 80.ten U.S. Infanteriedivision die Our vom Hoesdorfer Plateau aus, durchbrachen die Siegfriedlinie und markierten damit den Beginn der „Invasion- Deutschlands“.

Start / Ankunft: camping de la Rivière Reisdorf | Länge : 17 km | Dauer 3-4 Stunden | Fussweg | Leicht begehbar | Geeignet für Familien, Gruppen, Individualreisende, Kinder, Senioren

Syndicat d'Initiative Reisdorf asbl
6, route de la Sûre | L-9390 Reisdorf
T +352 83 67 78 | F +352 83 67 78
E info@reisdorf.lu | W www.reisdorf.lu

Region Müllerthal – Kleine Luxemburger Schweiz

espace museologique lasauva entente touristique du sud lft
Etappe 3
Land der Roten Erde

Erinnerungspfad "Hondsbësch" in Lasauvage

Der Erinnerungspfad "Hondsbësch" verbindet das Museum in Lasauvage mit dem ehemaligen Eisenerzstollen "Hondsbësch“ in Niederkorn. Die Tour startet beim Gedenkstein "Hondsbësch" in der Avenue de la Liberté in Differdange-Niederkorn. Das Denkmal hatte der luxemburger Künstler Claus Cito entworfen, und wurde 1945 eingeweiht. Es erinnert an die jungen Menschen, die Mithilfe der Zivilbevölkerung und Widerstandskämpfern, dem Zwangseinzug in die Wehrmacht entgingen. Der Eingang zum ehemaligen Stollen "Hondsboesch" liegt mitten im Wald.

Ungenutzte Galerien des Stollens dienten 122 jungen Männern welche den Einzug in die deutsche Armee verweigerten, Deserteuren die nach ihrer Urlaubszeit nicht mehr an die Front zurückkehren wollten und politischen Widerstandskämpfern als Versteck. Fluchthelfer führten sie ab hier  über geheime Wege nach Belgien und Frankreich. Das Schicksal brachte verschiedene Flüchtlinge nach Tunesien, Gross-Britannien und der Schweiz. Aufpasser waren in der Nähe des Stolleneingangs aufgestellt um die Versteckten zu schützen. Sie deckten ebenfalls diejenigen die sich um deren Verpflegung kümmerten. Der Stollen war damals noch in Betrieb, das Unternehmen war umso gefährlicher.

Das Museum in Lasauvage erzählt diese Geschichte mit original Objekten, Bildmaterial und Dokumenten. Schautafeln liefern weitere Erläuterungen zum Schicksal dieser meist 20 bis 22 Jahre alten Männern, welche nicht als "Kriegsfutter“ dienen wollten, sowie ihrer Helfer. Das Museum ist ab Mai bis September sonntags und an Feiertagen (außer am 23. Juni) zwischen 14.00 und 18.00 Uhr geöffnet. Geführte Besichtigungen auf Anfrage.

Start: Denkmal "Hondsboesch" Avenue de la Liberté à Differdange-Niederkorn, Ankunft. Lasauvage, Place Saintignon | Länge : 7 km | Dauer : 90 Minuten | Fussweg | Leicht begehbar | Geeignet für Familien, Gruppen, Individualreisende, Kinder, Senioren

Auskunft: T +352 26 50 41 1 | F +352 26 50 41 41

Sehenswürdigkeiten

Im Land der Roten Erde

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Etappe 4
Luxemburg Stadt

Auf den Spuren des Zweiten Weltkriegs

Bequem lassen sich gleich mehrere historische Orte in Verbindung mit dem Zweiten Weltkrieg zu Fuß in Luxemburg Stadt erreichen. Das Luxembourg City Tourist Office hat ein Faltblatt zur individuellen Entdeckung bereitgestellt. Mit einem eigens dazu ausgebildetem Stadtführer lässt sich der Tour spannend folgen.

Am 10. Mai 1940 überfiel die Wehrmacht die Niederlande, Belgien und Luxemburg. Großherzogin Charlotte flüchtete umgehend ins Exil. Ihr Gatte und ihre Kinder, sowie Regierungsmitglieder begleiteten sie dabei. Die Flucht führte nach Frankreich und Portugal, in die US Staaten, nach Kanada und nach Gross-Britannien. Mit ihrer Entscheidung Luxemburg zu verlassen, entging sie dem Joch der Nazi-Besatzung. So konnte sie an Seite der Alliierten Kräfte gegen Hitler und seine Gefolgschaft mitkämpfen. Ihre mutige Haltung sicherte Luxemburgs Unabhängigkeit und dem Land einen besonderen Platz beim Neuaufbau Europas.

Die Stadttour führt zu 12 wichtigen Erinnerungsorten. Höhepunkte der Tour sind das Rathaus, die Place d’Armes von wo aus der Gauleiter sich ein erstes Mal an die einheimische Bevölkerung richtete, das großherzogliche Schloss, welches zum "Stadtschloss" und zur "Schlosschenke" umgewandelt wurde, die Kathedrale wo Viele Zuflucht bei der Landespatronin "der Trösterin der Betrübten“ fanden. Mehrere Denkmäler stehen ebenfalls im Blickpunkt der Stadttour: die Statue der Großherzogin Charlotte, welche für ihren Einsatz für ein unabhängiges und starkes Land in Europa gewürdigt wird, das in Sichtbeton errichtete Denkmal zur Erinnerung an den nationalen Zusammenhalt, das "Monument du Souvenir“ am Place de la Constitution, dem 1. Markstein in Erinnerung an die "Liberation Route“.

Die Tour führt weiter zum ehemaligen Sitz der Gestapo (Villa Pauly), zum Märtyrer-Platz und schließlich zur Adresse der von den Nazis, 1943, zerstörte Synagoge.

Start: place Guillaume (LCTO)  / Ankunft : rue Notre Dame | Länge : 2,5 km | Dauer : 90 Minuten | Fußweg | Leicht begehbar | Geeignet für Familien, Gruppen, Individualreisende, Kinder, Senioren | Geführte Stadttour auf Anfrage: 100€/ Gruppe

Auskunft & Buchung

Luxembourg City Tourist Office a.s.b.l.
B.P. 181 |  L - 2011 Luxembourg
30, place Guillaume II  |  L - 1648 Luxembourg
T +352 22 28 09  |  F +352 46 70 70
E touristinfo@lcto.lu | W www.lcto.lu

Sehenswürdigkeiten

Luxemburg, die Hauptstadt