Die Kraft des Widerstands

fatima syndicat d initiative wiltz lft

Dauer: 3 Etappe(n)

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Die Kraft des Widerstands

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Beschreibung der Besichtigung

Beim Einfall der Nazi-Truppen, am 10. Mai 1940, flüchtete Luxemburgs Regierung nach London und Amerika ins Exil. Die Entscheidung sich an die Seite der Alliierten zu stellen, verhalf Luxemburg nach dem Krieg zu höchster internationaler Anerkennung.

Die deutsche Besatzung bedeutete das Ende der staatlichen Unabhängigkeit. Zwischen Juli und August 1940 wird Luxemburg der deutschen Verwaltung direkt unterstellt. Alle nationalen Strukturen werden aufgelöst. Intensive politische Propaganda sollte dem Nazi-Regime zu weiter Anhängerschaft verhelfen. Diesem Versuch entgegnete eine starke Widerstandsfront.

Anlässlich der Volksbestandaufnahme, in 1941, antwortete eine große Mehrheit der Bevölkerung geschlossen mit "Luxemburgisch" auf 3 wichtige Fragen zur Ethnischen, Sprachlichen und Volks-Zugehörigkeit. Das Ergebnis zeigte eindeutig den Widerstand der Bevölkerung gegenüber der Eindeutschung des Besatzers.

Trotz dieser Selbstbehauptung erfolgte am 30 August die Einschreibungspflicht in die Wehrmacht. Streikreaktionen waren in vielen Teilen des Landes der klare Ausdruck des Widerstands gegen diese Maßnahme. Die Fremdherrschaft verhängte sogleich das Kriegsrecht: 21 Streikbeteiligte wurden erschossen.10.211 Luxemburger wurden zwangsweise in die feindlichen Truppen eingezogen.  Mehr als ein Drittel entzog sich der Wehrpflicht und nahm ein Leben im Versteck und auf der Flucht in Kauf. Doch die Unterdrückung wurde weiter verschärft, und bedeutete Umsiedlung zahlreicher Bürger in die östlichen Gebiete des Reiches, Gefangenschaft  in Konzentrationslagern oder Hinrichtung Die jüdische Gemeinschaft litt ganz Besonders unter dem Terror des Nazi-Regimes. 3.700 Juden lebten vor dem Krieg in Luxemburg, 1.200 kamen im Rahmen des Holocausts dabei um.

Stolpersteine auf dem Bürgersteig machen Schicksale bewusst die sich hier abspielten. Die Initiative führt auf den deutschen Künstler Gunter Demning, zurück. Stolpersteine sind goldfarbige Pflastersteine welche mit wenigen Zeilen Aufschrift an das grausige Schicksal jüdischer Bürger, politischer Gegner, Homosexueller, Roma und Sinti erinnern. Sie wurden in den Bürgersteig vor dem letzt bekannten Wohnort dieser BürgerInnen eingelegt. 96 Stolpersteine erinnern in Belvaux, Differdange, Ettelbruck, Esch-sur-Alzette, Grevenmacher, Mondorf-les-Bains und Remich an die Opfer eines politischen Terror-Regimes.

Kontakt:



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musee national de la re sistance mnr lft
Etappe 1
Esch-sur-Alzette


Das Museum erzählt die Geschichte Luxemburgs während der Nazi-Besatzung (1940-1945). Gezeigt werden die Reaktionen in der Bevölkerung (passiver Widerstand, Widerstandsbewegungen, Wehrpflicht, Streik, Refraktäre, Luxemburger im Maquis oder als Zwangsrekruten) bis hin zur Befreiung.  Authentische Bildaufnahmen und Kunstobjekte zählen zur Dauerausstellung. Eine Sonderabteilung beschäftigt sich mit der Nazi-Unterdrückung, der Organisation der Konzentrationslager, sowie mit dem Schicksal der jüdischen Bevölkerung in Luxemburg.

Wechsel-Ausstellungen beschäftigen sich mit Themen welche die Gesellschaft in den Jahren 1933/1940-1945prägten. Aktuelle Themen werden dabei ebenfalls berührt, insofern sie mit Widerstand oder der Verletzung der Menschenrechte, oder der demokratischen Erziehung zu tun haben.

Place de la Résistance
L-4041 Esch-sur-Alzette
T / F +352 54 84 72
Mobil +352 691 169 111
E-mail : frank.schroeder@villeesch.lu

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag : 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr (Montags geschlossen).

Gruppen auf Vereinbarung, täglich  ab 8.00 Uhr (Gratis).

Sehenswürdigkeiten

Nationalmuseum zum Widerstand der Bevölkerung

me morial de la de portation hollerich robert philippart lft
Etappe 2
Luxemburg

Während der Nazi-Besatzung Luxemburgs, diente der ehemalige Bahnhof Hollerich als Sammelstelle zum Zwangs-Einzug junger Menschen in die Wehrmacht, als Abfahrtsort für tausende Bürger,  die politisch nicht die Gewähr boten,  zur Umsiedlung in östliche Reichsgebiete. Neben dem Güterbahnhof starteten Transporte mit jüdischen Mitgliedern der Bevölkerung, nach Ghettos oder in Konzentrationslager.

Heute dient der ehemalige Bahnhof Hollerich als Gedenkstätte und bietet eine Ausstellung zum Zwangs-Einzug in die Wehrmacht, zur Umsiedlung und zum Holocaust.

Eintritt frei.

12, Rue de la Déportation
L-1415 Luxembourg
T +352 247-82144
E-mail : daniel.bousser@me.etat.lu | pierre.roderes@me.etat.lu

Geöffnet von 09.00 - 12.00 Uhr und von 14.00 - 17.00 Uhr.

Besichtigung auf Vereinbarung.

Sehenswürdigkeiten

Gedenkstätte zur Umsiedlung

monument 2e guerre mondiale wiltz syndicat d initiative wiltz lft
Etappe 3
Wiltz

National-Denkmal zum Gedenken an den Generalstreik

Wiltz gilt offiziell aufgrund ihres tapferen Widerstandes gegen das Nazi-Regime (1940 -1945) als Märtyrerstadt. Am 30. August 1942, führte Gauleiter Gustav Simon den Pflichteinzug in die Wehrmacht ein.  Die Maßnahme betraf Tausende junger Menschen. Gleich am folgenden Tag wurde in vielen Unternehmen in allen Regionen des Landes gestreikt. Zu Widerstandshandlungen wurde durch gezielte Propaganda aufgerufen. Am 31 August 1942  begann der "Nationalstreik" in der Gerberei "Ideal“ in Wiltz. In nur wenigen Tagen wurden mehr als 200 Personen festgenommen.  Mehr als 180 Gymnasial-Studenten wurden in Erziehungslager überführt. Eine Welle politischer "Umsiedlung" in östliche Reichsgebiete wurde über die Familienmitglieder der Widerstandskämpfer verhängt. 21 Patrioten  (20 Luxemburger und ein Deutscher, 4 Lehrer und 2 Staatsbeamte wurden in Hiinzert (Hunsrück D9 hingerichtet.

Als Erinnerung an diese traurigen Geschehnisse und im Gedenken der gefallenen Helden, wurde 1956 in Wiltz das Nationale Denkmal zum Generalstreik von 1942 errichtet. Jährlich am 31. August werden hier Gedenkzeremonien veranstaltet.
Die Entwürfe für das Denkmal wurden von Architekt  Roger Wercollier gezeichnet.  Die Bildhauerarbeiten wurden von seinem Bruder, Künstler Lucien Wercollier, ausgeführt. Lucien hatte sich selbst am Streik beteiligt und war Gegner der Nazi-Kunst.  Wercollier war in Konzentrationslager überführt worden. Die Darstellung des schmächtigen David, zeigt den Kämpfer, den alles zu entmutigen schien und dessen Tat jedoch erfolgreich sein wird. Die Gestalt der Befreiung, die sich über David befindet, entspringt aus dessen Kraft. Das zweite Relief, das sich auf der Nordseite des Denkmals befindet, ist den Streikopfern gewidmet. Die Stärke des Ausdrucks beruht nicht auf den Gesichtern, sondern in der dargestellten Haltung und Gesten. Auf jede anatomischen Details wurde verzichtet, denn aus der Ferne muss das Denkmal muss Wirkung auf den Betrachter haben.

15, rue du 31 août 1942
L-9516 Luxembourg

Kulturweg - Unterstadt (Rote Kennzeichnung)

Der in roter Farbe gekennzeichnete 4,5 km lange Kulturweg zeigt 25 Sehenswürdigkeiten. 12 davon befinden sich in Niederwiltz. Der Höhenunterschied zwischen der Brücke von Niederwiltz  (310 m) und dem höchst gelegenen Punkt, des Heiligtums U.L.F. v. Fatima  op Baessent (400 m) liegt bei 90 m. Vor Ort befindet sich der in Stein gehauene Kreuzweg, sowie das Denkmal  U.L.F. v. Fatima.

Museum der Ardennerschlacht 1944 - 1945

Das Museum beschäftigt sich mit den schrecklichen Ereignissen der Ardenner-Schlacht zwischen dem  16. Dezember 1944 und dem 21. Januar 1945, dem Tag der Befreiung von Wiltz.

Die ausgestellten Bildaufnahmen zeigen den heldenhaften Einsatz der Armeeeinheiten und der Zivilbevölkerung  welcher die Befreiung des Oesling und des Großherzogtums ermöglichte.

Der Schwerpunkt des Museums liegt bei der Darstellung der Leiden und Entbehrungen der Soldaten und Einwohner, durch die zahlreichen Todesopfer und umfangreichen Materialschäden.  Sie gelten als Preis der Wiedererlangung der Freiheit.
Originaldokumente, Bildaufnahmen, Uniformen und Kriegsmaterial welche in direktem Zusammenhang mit der Geschichte von Wiltz stehen, kennzeichnen die interessanten Sammlungen des Museums.

Dioramas veranschaulichen nicht allein die Geschehnisse während der von Rundstedt-Offensive, sondern ebenfalls die schwere Zeit der Besatzung zwischen dem 10. Mai 1940 und dem 31. August 1942. Das Museum erinnert an den Streik und den heldenhaften Tod 6 Einwohner  aus Wiltz. Die Erinnerung an die Befreiung am 10 September 1944 ist ein weiterer Höhepunkt des Museums. Die Bilder die an die St Nikolaus-Feier welche die GI’s für die  Einwohner von Wiltz veranstaltet hatten sind sehr emotional. Der interessierte Besucher entdeckt wie es zum Ausbruch der Ardennerschlacht kam, wie die 28. US Infantry Division sich auf die Schlacht vorbereitete, was sich genau am im Hause Melchior und  auf  „Schuman „ zugetragen hatte. Ein Museumsbesuch erzählt wie es zu dem  Versprechen am 13. Januar 1945 kam, welches der  Orts-Pfarrer und mehrere Gläubige im Keller des Pfarrhauses ausgesprochen hatten. Auch das Ende der Ardennerschlacht am 21. Januar 1945 wird genauestens erklärt. Wer das Museum verlässt, versteht weshalb Wiltz den Titel « Märtyrer-Stadt » trägt.

Schloss Wiltz
35, rue du Château
L-9516 Wiltz
T +352 95 74 44 | F +352 95 75 56
E-mail: info@touristinfowiltz.lu

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag: 9:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr | Juli und August: täglich  9:00 - 18:00 Uhr | Auskunft und Buchung von Museumsführungen: +352 691 811 260, E-mail: vicsch@pt.lu. Ein Lauschgerät mit Auskunft in 4 Sprachen steht den Besuchern zur Verfügung.

Eintritt: Erwachsene: 2,50 € | Erwachsene + Miete des Lauschgerätes: 3,50 € | Kinder und Studenten - 21 Jahre: gratis | Gruppen: (min. 10 Teilnehmer) auf Anfrage | Geführte Museumsbesichtigung: 60€ - Dauer ± 1h00

Monument "Op Baessent"

Die Kämpfe in und um Wiltz hatten einen bedeutenden Einfluss auf die Befreiung der Stadt Bastogne, welche nur ein Dutzend Kilometer westlich von hier entfernt liegt.  Der Widerstand der 28. US Infantry Division hatte den Angriff der Wehrmacht verzögert, sodass die Truppen des US General George S. Patton und die Britisch-Amerikanische Luftwaffe den  in Bastogne eingekesselten amerikanischen Truppen zu Hilfe eilen konnten. Die Einwohner von Niederwiltz hatten sich im Keller des Pfarrhauses in Sicherheit gebracht. Sie beteten zu den Schutzherren von Wiltz für Frieden und Verschonung vor dem Tod verschont. Auf einem umgestülpten Sauerkrautfass schrieb der Priester am 13. Januar 1943 sein Versprechen nieder, jährlich der Hilfestellung Gottes zu gedenken.  10 Erwachsene unterschrieben das Dokument. 2 Tage später wurden die Unterschriften des Bürgermeisters  und des Vorsitzenden der Kirchenfabrik hinzugefügt.  Als die Statue U.L.F. von Fatima am  11 September 1947, anlässlich ihrer Tour durch Westeuropa nach Wiltz kam, fanden die Feierlichkeiten „Op Baessent“, dem zukünftigen Wallfahrtsort statt.  Das Pilgerheiligtum wurde 1951 nach den Plänen von  Lull Marth  gebaut und 1952 vom Bischof geweiht. Das Gross-Relief zeigt eine Darstellung des Herzen Jesu und der Gottesmutter. Es ist eine Arbeit des Bildhauers  Aurelio Sabbatini. Unter der Darstellung U.L.F. von Fatima ist der Wortlaut des Versprechens vom 13. Januar 1945 zu lesen. An den Seitenwänden erinnern Namentafeln an die 108 Opfer des Krieges in der Pfarrgemeinde Niederwiltz.   Der Kreuzweg, welcher 1958 errichtet wurde ist ein weiteres Werk Aurelio Sabbatinis, und ist Teil des Vorhaben von 1945. Jährlich zieht die Wallfahrt zu U.L.F. von Fatima rund 20.000 Pilger an.

41 Rue Notre Dame de Fatima
L-  9520 Wiltz, Luxembourg

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