Schloss Wiltz

Art : Burgen

schloss wiltz panorama
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Beschreibung

Das Schloss beherbergt das Nationalmuseum für Braukunst und Gerberei Museum sowie das Museum der Ardennerschlacht 1944/45.

Geführte Besichtigung des Schlosses von Wiltz und des Nationalen Braumuseum

Geführte Besichtigung: 1 Stunde

Information und Reservation:

Tourist Info Wiltz
Château de Wiltz

L-9516 Wiltz
Tel.: (+352) 95 74 44
www.touristinfowiltz.lu

Das Schloss

Die erste Burg in Niederwiltz, dort wo sich heute die Dekanatskirche befindet, sollte die Stadt vor ihren Feinden schützen, aber die Lage war so schlecht gewählt, dass sie immer wieder eingenommen wurde.

Im 12. Jh. suchten die Herren von Wiltz schließlich nach einem besseren Standort für ihren neuen Wohnsitz und errichteten auf einem Felsvorsprung eine zweite Burg, deren Bau dann die Entstehung des Ortsteils Oberwiltz begründete.

1388 wurden Burg und Ortschaft von den französischen Belagerern in Brand gesteckt, kurz darauf wieder aufgebaut. Um die Mitte des 15. Jh., als der Öslinger Adel sich gegen die Truppen von Philipp von Burgund zur Wehr setzte, wurde das Schloss ein weiteres Mal zerstört.

Der älteste Teil des heutigen Schlosses ist der Hexenturm an der Nordwestseite. Er wurde 1573 errichtet und in der Folgezeit zweimal restauriert. Das Dach dieses mehrstöckigen Turmes ziert seit dem 19. Jahrhundert die Figur des legendären Grafen Jan, den die Wiltzer als gepanzerten Ritter zum ewigen Wächter bestellt haben.

Der viereckige Turm datiert von 1626, sein Unterbau reicht allerdings noch weiter zurück. In diesem Turm war früher der Hauptzugang, den man über eine Zugbrücke erreichte. Rechts von der Brücke stand die Gerichtslinde, deshalb heißt der Platz vor dem Schloss heute noch Lannepesch.

Unter der Herrschaft des Grafen Jan wurde im Jahre 1631 mit dem Bau des heute noch erhaltenen Renaissance-Schlosses begonnen. Der Dreißigjährige Krieg, Belagerung, Hungersnöte und Epidemien verzögerten die Arbeiten um beinahe ein Jahrhundert, so dass der Neubau erst um das Jahr 1720 unter dem Grafen Charles-Eugène de Custine de Wiltz abgeschlossen werden konnte. 1722 entstand die neue Schlosskapelle, 1727 wurde die monumentale, in den Schlossgarten führende Treppe fertiggestellt, die seit den fünfziger Jahren zusammen mit der imposanten Schlossfassade die Kulisse der weltbekannten Wiltzer Festspiele abgibt.

Die Grafen von Wiltz

Die Wiltzer Herren und Grafen zählen zu den ältesten Familien des Landes. Ihre erste urkundliche Erwähnung finden wir im 12. Jahrhundert unter Walter I., und ihre Linie lässt sich bis ins 18. Jahrhundert bis zu Théodore François de Paule de Custine de Wiltz weiterverfolgen. 21 Generationen trennen Anfang und Ende dieser Herrschaft. Die Herren von Befort und Meysemburg gehören zu den Adelsgeschlechtern, die aus dem Hause Wiltz abstammen.

Die ersten Wiltzer werden nur als Burgvögte von Arlon betitelt, die Benennung nach Wiltz tritt später auf. Das älteste erhaltene Siegel eines Wiltzer Herren stammt aus dem Jahr 1256 und ziert eine Urkunde, die unter Walter III. entstanden ist. 1240 erhielt Wiltz seinen ersten Freiheitsbrief, der 1437, am 22. Oktober durch Godart IV. erneuert wurde. Das Wiltzer Wappen trägt Gold und Rot.

Graf Johann VI. von Wiltz oder „Grof Jan" (reg. 1607-1648) ist wohl der beliebteste aller Herren von Wiltz. Am 31. Mai 1629 erhielt er vom König von Spanien den Grafentitel. Heute kann man das Angesicht des Grafen als Wetterfahne auf dem Hexenturm des Wiltzer Schlosses bewundern. Unter seiner Herrschaft wurde am 23. Mai 1631 der Grundstein des heutigen Schlosses gelegt, das aber erst in den Jahren 1720-1727 unter Charles Ferdinand de Custine de Wiltz und seiner Gemahlin Marie Françoise Xavière d'Arnoult abgeschlossen wurde.

Graf Johann starb 1648 kinderlos, die Grafschaft und den Titel erbte seine Nichte Marie-Marguerite, die am 4. März 1656 den Grafen Christophe de Custine Baron von Auflance heiratete. Das neue Wappen ist geviertelt, im 1. und 4. Feld Gold und Rot (Wiltz), das 2. und 3. schwarz mit silbernen Lilien (Lombut), in der Mitte ein Silberfeld mit einem schwarzen Querstreifen, umgeben von zwei schmalen Streifen  (Custine). Der letzte Wiltzer Graf, Théodore François de Paule de Custine de Wiltz, verließ Wiltz 1793, auf der Flucht vor den französischen Revolutionstruppen und starb am 26. Oktober 1799 in Bamberg.

Nützliche Informationen

Geöffnet

1.1-31.12

Leistungen

  • Besichtigung möglich
  • geführte Tour
  • Audio-Tour

Touren & Geführte Besichtigungen

Adresse

Rue du Château
L-9516 Wiltz
Tel.: +352 95 74 44
Fax: +352 95 75 56


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